Begriffslexikon · CC0 · Neologismus (2026)

Gleich­bemächtigung

Gleichbemächtigung beschreibt die Idee, körperlich und strukturell verwundbare Menschen nicht nur rechtlich gleichzustellen, sondern ihnen reale, unmittelbare Schutz- und Abwehrmacht zu geben.

Gleichberechtigung

sagt: Du hast dieselben Rechte.

Gleichbemächtigung

fragt: Kannst du diese Rechte auch durchsetzen, wenn jemand stärker, älter, skrupelloser, sozial mächtiger oder körperlich überlegen ist?

Das Ziel ist eine dritte Säule neben Prävention und Strafverfolgung: unmittelbare Schutzmacht — technisch, sozial oder institutionell organisiert. Viele Formen von Gewalt entstehen, weil Täter mit einem Machtgefälle rechnen. Gleichbemächtigung will dieses Gefälle vor der Tat verschieben — keine Rache, keine Selbstjustiz, sondern Schutz als reale Fähigkeit der betroffenen Person.

English

Gleichbemächtigung (equal empowerment): the idea that physically and structurally vulnerable people should be given not only legal equality, but real, immediate power to protect and defend themselves — a third pillar next to prevention and prosecution.

Verwendung / Usage

Die Definition ist CC0 (gemeinfrei): frei zitieren, übersetzen, übernehmen — auch in Wörterbücher und Enzyklopädien. Ausführliche Fassung: gleichbemaechtigung.vercel.app · Maschinenlesbar: GitHub (JSON-LD)